Biokohle zur Bodenverbesserung

combustion

Was ist Biokohle und warum ist sie wichtig? In Guinea aufgrund der geringen Fruchtbarkeit tropischer Böden haben die Landwirte mit geringen Erträgen zu kämpfen und sind auf eine extensive Landwirtschaft auf großen Flächen angewiesen. Aus diesem Grund betreiben sie Wanderfeldbau mit Brandrodung. Nachdem die Flächen etwa fünf Jahre lang bewirtschaftet wurden, verlieren sie ihre Fruchtbarkeit und müssen etwa zehn Jahre lang brachliegen, um sich zu regenerieren. Wenn der Landwirt feststellt, dass der Boden wieder fruchtbar ist, verbrennt er die Vegetation (Sträucher, junge Bäume), die sich auf dem alten Brachland angesiedelt hat. Die Asche wird beim Pflügen vor der Aussaat (in der Regel mit Hangreis) mit der Erde vermischt, sofern sie nicht zuvor durch Regenfälle ausgewaschen wurde.

agriculture sur brûlis     Tropische Böden

Dieser Prozess verursacht erhebliche CO₂-Emissionen. Die Brandrodung („Shifting Agriculture“) ist die Hauptursache für die Entwaldung (Verlust der Artenvielfalt) und die CO₂-Emissionen in Guinea (Bericht über die vorläufige Schätzung der Emissionen/Absorptionen von Treibhausgasen (THG) im Forstsektor in Guinea, Weltbank 2024) und sogar in Afrika insgesamt:

drivers of forest loss

Die am arboRise-Projekt teilnehmenden Bauernfamilien gehören somit zu den 130 Millionen Landwirten, die auf Brandrodung zurückgreifen müssen, um die Armut ihrer Böden auszugleichen. Die ersten drei Minuten dieses Videos zeigen eine in unserer Projektregion gerodete und anschließend abgebrannte Brachfläche. Bislang lautete die Empfehlung der „Entwickelten Länder“: Kauft unsere Düngemittel ! (Und unsere Pestizide! Und unsere Herbizide! Und unsere Traktoren! Und unser verbessertes Saatgut! usw.)

Was wäre, wenn es eine nachhaltigere und kostengünstigere Alternative gäbe?

Machen wir einen kleinen Abstecher in den Amazonas, wo Archäologen an vielen Orten einen schwarzen und äußerst fruchtbaren Boden entdeckt haben, den die Einheimischen „Terra Preta“ nennen. Es scheint, dass die präkolumbianischen Völker, die ebenfalls Brandrodung betrieben, den von Natur aus kargen Boden mit organischem Material und vor allem mit Kohle – genauer gesagt mit Biokohle – angereichert hätten.

Biokohle ist das, was nach der Pyrolyse von Biomasse übrig bleibt (Pyrolyse: Zersetzung organischer Stoffe bei hoher Temperatur und unter Ausschluss von Sauerstoff). Sie sieht aus wie Holzkohle, ist aber wesentlich poröser. Dank seiner hohen Porosität ist Biokohle ein hervorragender Dünger: Sie nimmt Wasser auf und beherbergt Mikroorganismen und Mykorrhizen, die für Pflanzen nützlich sind. Wir erinnern uns auch daran (siehe die letzte Ausgabe dieses Newsletters), dass Biokohle den Säuregehalt des Bodens senkt.

Normalerweise wird es in sogenannten Kontiki-Öfen hergestellt, die vom Institut Ithaka, einer Schweizer NGO und Pionierin auf diesem Gebiet, erfunden und getestet wurden. Das Prinzip ist ganz einfach: Es muss sichergestellt werden, dass die brennende Biomasse stets von einem Flammenvorhang bedeckt ist, um zu verhindern, dass Sauerstoff aus der Luft in das Innere des Ofens eindringt und sich mit dem Kohlenstoff zu CO₂ verbindet.

Fassen wir zusammen: Der guineische Bauer muss regelmäßig seine alten Brachflächen roden (= Bäume fällen), um sie zu bewirtschaften. Derzeit brennt er sie ab und nutzt die Asche als Dünger, doch diese wird vom Regen ausgewaschen, und vor allem wird bei diesem Vorgang eine gigantische Menge CO₂ in die Atmosphäre freigesetzt.

Was wäre, wenn wir diesem Landwirt helfen würden, dieses Holz in Biokohle umzuwandeln, um diese dann beim Pflügen in den Boden einzuarbeiten? Das würde die Bodenfruchtbarkeit mit einem natürlichen und kostenlosen Substrat steigern und gleichzeitig CO₂-Emissionen vermeiden. Lassen wir unserer Fantasie freien Lauf: Vielleicht könnte dieser Landwirt dann sogar sein Feld länger bewirtschaften und so den Zeitpunkt der nächsten Rodung hinauszögern… Die Umwandlung von Brachlandabfällen in Biokohle könnte somit ein Mittel sein, die Entwaldung zu verringern… Stellen wir uns einmal vor, welche Auswirkungen es hätte, wenn 130 Millionen Landwirte ihre Praktiken ändern würden!

Wir haben uns gesagt: Es ist einen Versuch wert.

Umso mehr, als durch diesen Prozess Kohlenstoff im Boden gebunden und somit CO₂-Emissionen vermieden werden, wodurch Einnahmen aus Emissionszertifikaten erzielt werden können. Es gibt mehrere Zertifizierungsstandards für Biokohle, die in der Regel darauf abzielen, Ernterückstände (Reisstroh, Mais- oder Zuckerrohrstängel, Kaffeeschalen, Kakaoschoten usw.) in Biokohle umzuwandeln. Wir haben uns für die „Global Artisan C-Sink“-Methodik von Carbon Standard International entschieden, die speziell für kleine Biokohleproduzenten wie unsere Landwirtsfamilien konzipiert ist. Dieser Standard legt zahlreiche Anforderungen fest, wie zum Beispiel:

  • Die Rückverfolgbarkeit der gewonnenen Biomasse muss gewährleistet sein: Es muss sichergestellt sein, dass der Produzent nicht wahllos Bäume fällt, sondern dass seine Biomasse von Brachflächen stammt, die er ohnehin roden wollte.
  • Das Brachland darf nicht älter als 10 Jahre sein (keine alten Bäume)
  • Der Pyrolyseprozess muss den Qualitätsstandards entsprechen, um die CO₂- und Methanemissionen zu minimieren und einen hohen Kohlenstoffgehalt zu erreichen: Das Holz muss vollständig trocken sein, die Verbrennung darf keinen Rauch abgeben und keine Asche erzeugen und eine Temperatur von 700°–800° erreichen
  • Die Verbrennung muss sehr schnell erlöschen
  • Das Volumen der erzeugten Biokohle muss genau gemessen werden
  • Das Verhältnis zwischen Volumen und Trockengewicht muss im Labor gemessen werden
  • Das Projekt muss nachweisen, dass die gesamte Biokohle in den Boden eingearbeitet wurde
  • Der Kohlenstoffgehalt der Biokohle muss im Labor gemessen werden

Um dies zu dokumentieren, sind unsere Mitarbeiter mit einer speziellen App ausgestattet, die von der Firma  Circonomy für uns entwickelt wurde:

Circonomy dMRV

Da es sich um einen Test handelte, haben wir beschlossen, uns auf 50 Land-Familien zu beschränken, die in vier Dörfern im Süden unseres Untersuchungsgebiets liegen, um die Koordinations- und Dokumentationsarbeit unserer Betreuer zu erleichtern. Die 50 Erzeuger wurden geschult (Theorie und Praxis), ihre 2 Hektar Brachland, die sie roden wollten, wurden georeferenziert, und die Bescheinigung über das Eigentumsrecht an den Flächen wurde vom Ältestenrat ihres Dorfes unterzeichnet (wie wir es bereits im Wiederaufforstungsprojekt handhaben). Jeder von ihnen hat seine Ausrüstung erhalten, seine Brachfläche wie geplant gerodet, das Holz zum Trocknen ausgelegt und seine Produktionsgrube ausgehoben.

Rodungen und Holztrocknung:

bois

Ausheben von Gruben mit einem Volumen von 14 m³ (auf 2 ha Brachland gibt es viel Holz: Die Kontiki-Öfen wären zu klein gewesen und ihre Herstellung sehr kompliziert)

fosses

Parallel dazu wollten wir auch den Saatgutfamilien eine Rolle (und ein Einkommen) geben, um auch die Frauen in diese Aktivität einzubeziehen. Wenn man die Biokohle mit stickstoffreichen Stoffen anreichert, verstärkt dies ihre Düngekraft noch weiter. Deshalb haben wir die Frauengruppen der vier Dörfer gebeten, Mist zu sammeln, der vor der Einarbeitung in den Boden mit der Biokohle vermischt wird.

Die eigentliche Biokohleproduktion fand unter schwierigen Bedingungen statt, vor allem aufgrund des späten Zeitpunkts, der für die Aktivitäten gewählt wurde (eine Entscheidung, die sich aus der Verfügbarkeit des CERES CERT-Auditors und des Dokumentationsinstruments von Circonomy ergab). Die Herstellung der Biokohle stand in Konkurrenz zu anderen landwirtschaftlichen Arbeiten, und unsere Betreuer mussten sich sehr engagieren, um die Erzeuger davon zu überzeugen, die von ihnen unterzeichnete Vereinbarung einzuhalten. Das ist eine wichtige Erkenntnis für das nächste Jahr.

Eine weitere Erkenntnis betrifft die Komplexität des Produktionsprozesses: Um alle Anforderungen des Standards zu erfüllen, müssen zahlreiche Ressourcen koordiniert und aufeinander abgestimmt werden (genügend Holz für die Verbrennung, ausreichend Wasser zum Löschen der Grube, Beschaffung von Dung von den Frauengruppen, Bereitstellung von Ochsen zum Pflügen usw.), und möglicherweise haben wir die Managementkapazitäten der Landwirte überschätzt. Wir werden diesen Aspekt im Jahr 2027 optimieren.

Die Herstellung von Biokohle erfordert die Koordination verschiedener Ressourcen: Arbeitskräfte, Holz, Wasser, Dreiräder, Mist, Ochsen usw. Die Abstimmung dieser Ressourcen stellt eine Herausforderung dar.

production de biochar

Das Biochar-Audit war sehr intensiv, da wir innerhalb von drei Tagen 20 Erzeuger besucht haben, damit der Auditor aus Burkina Faso alle Aspekte des Projekts anhand einer repräsentativen Stichprobe von Erzeugern überprüfen konnte. Er war in seiner Kritik besonders grosszügig und ging bis ins kleinste Detail (zum Beispiel: Wie muss die Pflugschar ausgerichtet werden, damit der Biodünger leicht eingearbeitet und die Furche beim nächsten Pflugdurchgang wieder geschlossen werden kann?). Wir haben also jede Menge Verbesserungsvorschläge für 2027 gesammelt.

Jeder Auditor hat seine eigenen Lieblingsthemen. Für Herrn Sô waren dies die Qualität der Entzündung, die Beimischung von Biokohle zum Mist, die Einarbeitung des Biodüngers in den Boden und die Repräsentativität der Probenahme.

application dans le sol

Insgesamt wurden 1’445 Säcke à 270 Liter in 127 Produktionschargen hergestellt. Das entspricht 300 Tonnen CO₂ (zur Erinnerung: Der durchschnittliche Schweizer verursacht 15 Tonnen CO₂ pro Jahr). Diese Produktion wird derzeit überprüft, und die 300 CO₂-Zertifikate dürften noch in diesem Jahr ausgestellt werden. Dies ist ein weiterer grosser Vorteil von Biokohle: Die Einnahmen aus den CO₂-Zertifikaten werden unverzüglich generiert.

Die Regenzeit neigt sich dem Ende zu, und in einigen Wochen werden wir auch erfahren, wie sich die Biokohle als Dünger auf den Ertrag des von den Bauern ausgesäten Reises ausgewirkt hat. Einer von ihnen hat bereits von sich aus seine grosse Zufriedenheit mit seiner Ernte zum Ausdruck gebracht.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei REPIC bedanken, einer gemeinsamen Initiative von SECO, DEZA, BAFU und BFE zur Förderung erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Ressourceneffizienz in Entwicklungs- und Schwellenländern, die uns ihr Vertrauen geschenkt und dieses Pilotprojekt finanziert hat, da sie von unseren beiden Zielen überzeugt war:

  1. Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge durch den Einsatz von Biochar als Biodünger
  2. Verwertung von Pflanzenabfällen (Bracheabfälle) mittels Emissionszertifikaten

 

REPIC

Zweite Auszahlung der „Kohlenstoff-Einnahmen“

Paiement

Am Donnerstag, dem 15. August, erhielten die Gemeinden in der Unterpräfektur Linko, die zur Präfektur Kérouané gehört, die zweite Tranche der Zahlungen für Emissionszertifikate, die durch ihre Bemühungen zur Wiederaufforstung und Erhaltung von Waldgebieten generiert wurden.

An der Zeremonie nahmen Vertreter der begünstigten Dörfer, der Verwaltungs- und Kommunalbehörden von Kérouané und Linko sowie die Projektleiter und ihre Partner teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Geschäftsführer der NGO GUIDRE ergriff das Wort, bekräftigte die Ziele des Projekts und betonte die Bedeutung von Transparenz im Zahlungsprozess, insbesondere im Rahmen der Partnerschaft mit dem Crédit Rural de Guinée. Er erklärte, dass dies bereits das zweite Mal sei, dass begünstigte Familien eine finanzielle Vergütung für ihre Bemühungen bei der Wiederaufforstung und Waldpflege erhalten hätten; die erste Zahlung sei im Oktober 2025 erfolgt.

Insgesamt werden 1,1 Milliarden guineische Francs an die betroffenen Begünstigten verteilt. Der Exekutivdirektor forderte die Gemeinden zudem auf, weiterhin wachsam gegenüber Buschbränden zu bleiben, um die Errungenschaften des Projekts zu sichern.

Die Begünstigten bekräftigten ihrerseits ihre Entschlossenheit, die Maßnahmen zur Wiederaufforstung und zum Schutz der Wälder fortzusetzen und dabei die Empfehlungen des Projekts zu befolgen.

Der Unterpräfekt von Linko, der die Zeremonie präsidierte, ermutigte die Teilnehmer, sich stärker im Kampf gegen den Klimawandel und für den Schutz der natürlichen Ressourcen zu engagieren, bevor er die Auszahlung in Gang setzte.

Im Rahmen dieser Kampagne stärken arboRise und sein lokaler Partner GUIDRE ihren partizipativen Ansatz, indem sie den Gemeinden ermöglichen, direkt von den wirtschaftlichen Vorteilen zu profitieren, die durch ihre Bemühungen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Wälder entstehen.

 

Aussaat in Diassodou

Ensemencement collectif

Im Juli, kurz vor der Regenzeit, ist Aussaatzeit auf den Feldern. Dies ist auch der Zeitpunkt für die Aussaat der Waldsamen, die von den „Samenfamilien“ des arboRise-Projekts geerntet wurden. Diese Tätigkeit wird gemeinsam durchgeführt, wobei sich die Gruppe in diejenigen aufteilt, die mit ihrer Hacke kleine Löcher graben, und diejenigen, die in jedes Loch einen Samen legen.

 

Welcher Boden ist der beste für unsere Bäume?

Seit dem Designprojekt 2024 von Ines und Aurèle wissen wir, dass der Boden einen erheblichen Einfluss auf das Wachstum unserer Bäume hat. Im Rahmen eines neuen Designprojekts mit der EPFL wollten wir mehr darüber herausfinden.

Camille Perrin und Alena Vasilyeva analysierten Bodenproben von 19 Standorten: 10 Standorte, an denen unsere Bäume laut unseren dendrometrischen Messungen kräftig wachsen, und 9 Standorte, an denen unsere Bäume nicht gut wachsen.

Alena und Camille zeigen, dass zwei Gruppen von Faktoren das Wachstum unserer Bäume erklären und dass der pH-Wert ein entscheidender Faktor ist. Je saurer der Boden ist, desto weniger sind die darin enthaltenen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar (paradoxerweise ist im Boden der Standorte mit schlechterem Wachstum mehr Phosphor vorhanden, da dieser Phosphor von den Bäumen nicht aufgenommen werden kann, weil er stärker an andere Atome gebunden ist).

In gemäßigten Klimazonen wird Kalk eingesetzt, um den Boden alkalischer zu machen, doch in unserer Region ist Kalk nicht ohne Weiteres erhältlich. Man kann auch Asche verwenden (so verfahren es Landwirte, wenn sie Bäume verbrennen, um Brachland wieder in Ackerland umzuwandeln) oder Biokohle (die wir einführen wollen – dazu später mehr!).

Der vollständige Bericht ist hier verfügbar: DP_Soils_final_report

Rodungen vorhersehen

carte des défrichements

Die Vorhersage von Rodungen ist für unser Projekt von großer Bedeutung. Aus diesem Grund haben wir auch in diesem Jahr wieder im Rahmen eines Designprojekts mit der EPFL zusammengearbeitet.

Feryel El Phil und Camille Dupré Tabti haben zunächst gezeigt, dass die erste Ableitung der NDVI-Werte eine gute Methode ist, um festzustellen, wann Rodungen stattfinden.

Auf diese Weise können sie den Fruchtfolgezyklus für jede Parzelle berechnen. Wie unten zu sehen ist, gibt es dabei erhebliche Unterschiede: Einige Parzellen haben einen Fruchtfolgezyklus von 7 Jahren (etwa 2 Jahre Bewirtschaftung, 5 Jahre Brache), während andere bis zu 25 Jahre dauern können:

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse erstellten sie anschließend eine Karte, die die Wahrscheinlichkeit einer Rodung in Linko und Samana darstellt, und kamen zu dem Schluss, dass das Risiko einer Rodung unserer Parzellen steigt, wenn das Land für Landwirte leicht zugänglich ist (in der Nähe des Dorfes) und von Natur aus fruchtbar ist. Wir können daher vorhersagen, welche landbesitzenden Familien am ehesten ihre Teilnahme am Projekt überdenken würden, sollten sie mit den erhaltenen CO₂-Zahlungen nicht zufrieden sein.

Den vollständigen Analysebericht finden Sie hier: DP_Leakage_final_report

Nachhaltige Infrastruktur

Wie wir uns erinnern, hatten sich die Landbesitzerfamilien im Jahr 2025 darauf geeinigt, 10 Prozent ihrer „Kohlenstoff-Einnahmen“ ihrem Dorf zuzuweisen. Der Betrag wurde proportional zur Anzahl der Landbesitzerfamilien und zur Fläche der von jedem Dorf aufgeforsteten Flächen verteilt. So erhielt Forono, das größte Dorf, rund 800 CHF, während Kala, das kleinste Dorf, 50 CHF erhielt. Da diese Summen für echte Infrastrukturmaßnahmen nicht ausreichten, wurden sie ohne nachhaltige Wirkung ausgegeben.

Wir wollten dies ändern und schlugen vor, dass sich der Vorstand der Genossenschaft mit dieser Angelegenheit befasse. Die Idee war, die jährlichen 10’000 CHF aus dem „Dorfanteil“ nicht mehr auf alle 26 Dörfer zu verteilen, sondern jedes Jahr nur an zwei Dörfer. Die Beträge würden dann ausreichen, um eine nachhaltige Infrastruktur aufzubauen. Der Vorstand der Genossenschaft stimmte der Idee zu und legte sie der Generalversammlung der Genossenschaft vor, mit dem Vorschlag, die beiden begünstigten Dörfer per Los unter denjenigen auszuwählen, die noch keinen Brunnen haben (da der Zugang zu Wasser die wichtigste Infrastruktur für ein Dorf ist). Die Generalversammlung nahm den Vorschlag des Vorstands an, und die Dörfer Mamouroudou und Diaradouni wurden per Los ausgewählt.

Wie wurden die beiden Dörfer ausgewählt? Ganz einfach: per Los

le hasard décide

Wir werden daher in diesen beiden Dörfern einen Tiefbrunnen graben lassen. Dies wird für die Frauen in diesen Dörfern eine echte Wende bedeuten, da sie nicht mehr den Hügel hinauf- und hinunterlaufen müssen, um Wasser zu holen und Wäsche im Fluss zu waschen (die Wasserwirtschaft ist selbst im „Wasserturm Westafrikas“ von entscheidender Bedeutung). Jede Frau spart dadurch bis zu einer Stunde pro Tag und muss nicht mehr mehrmals täglich mehrere Hektoliter Wasser auf dem Kopf tragen und dabei einen Höhenunterschied von mehreren Dutzend Metern überwinden. Ganz zu schweigen von den riesigen Mengen an Holz, die benötigt werden, um das nicht trinkbare Flusswasser abzukochen.

Nächstes Jahr werden wir dasselbe in zwei weiteren Dörfern tun, und so weiter über 13 Jahre hinweg, damit jedes der 26 Dörfer dank dieser frühen Form des „Finanzausgleichs“ von einer nachhaltigen Infrastruktur profitiert.

Verifizierungsaudit

Ende März wurden die Vorbereitungen für das Verifizierungsaudit getroffen. Zunächst wurden etwa dreißig Parzellen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Von diesen überprüfen die Auditoren die Hälfte, in der Regel auf der Grundlage der Schichtung. Zum Beispiel drei Parzellen aus dem Jahr 2021, vier aus dem Jahr 2022, drei aus dem Jahr 2023 und so weiter. Um sicherzustellen, dass das Programm der Vor-Ort-Besuche innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden kann, ist es außerdem wichtig zu überprüfen, ob jede Parzelle zugänglich ist.

Auf den ausgewählten Parzellen bestanden unsere Partner von South Pole darauf, dass die GUIDRE-Teams die im November durchgeführten Baumvermessungen wiederholen, um absolut sicherzugehen, dass keine unangenehmen Überraschungen auftreten. Die in Anwesenheit der Auditoren durchgeführten Baumvermessungen müssen exakt mit denen übereinstimmen, die vor dem Audit vorgenommen wurden. Es gibt keinen Spielraum für Fehler. Dennoch lassen sich Überraschungen nicht ausschließen: Spuren vergangener Brände oder von Weidevieh, ein Referenzbaum, der „übersehen“ oder „hinzugefügt“ wurde … verschiedene Probleme, die dann gegenüber den Auditoren erklärt und begründet werden müssen. Und dann sind da noch die unvorhergesehenen Komplikationen auf der Reise: UNHAS hat erneut in letzter Minute einen Inlandsflug gestrichen, und wir mussten die Anreise der Auditoren auf dem Landweg von Conakry nach Linko organisieren. 800 km in 24 Stunden zurückzulegen, um den Zeitplan des Audits einzuhalten, ist eine ziemliche Herausforderung!

Trotz dieser kleinen Probleme verlief das Audit vom 7. bis zum 11. April sehr gut, dank der guten Laune aller Beteiligten und des guineischen Dolmetschers, der weitaus kompetenter war als sein Vorgänger. Schließlich geht es nicht nur darum, Bäume zu vermessen: Die Auditoren wollen auch die Begünstigten in den Dörfern befragen, um sicherzustellen, dass all die positiven Nebeneffekte, die wir angeblich erzielen, auch tatsächlich real sind.

Wir konnten sogar Zeit beim Programm sparen, da die Auditoren beschlossen, pro Parzelle nur eine Stichprobe der Bäume erneut zu vermessen. Doch es gab ein kleines Problem: Die neuen Messungen, die während des Audits vorgenommen wurden, ergaben oft eine größere Anzahl von Bäumen, die höher als 2 Meter waren, als die Messungen vom November, sechs Monate zuvor. Der Grund dafür war ganz einfach: Die vier Tage mit außergewöhnlich starken Regenfällen im März (aufgrund des Klimawandels…) hatten dazu geführt, dass junge Bäume sofort über die 2-Meter-Marke hinausgewachsen waren!

Vor Ort übernimmt Pranam das Vermessen der Bäume, während Adak mit Hilfe des Dolmetschers die Landbesitzer befragt:

Das Audit endete mit einem sehr positiven Ergebnis, da die Carbon-Check-Prüfer lediglich einen „Befund“ im Zusammenhang mit der Feldarbeit feststellten: Bei künftigen Kontrollen müssen wir die im Rahmen unserer Waldinventur vermessenen Bäume kennzeichnen, damit bei dem Audit nur diese Bäume erneut vermessen werden (und nicht diejenigen, die infolge des Regens gewachsen sind).

Im Gespräch mit Mariame Condé

Mariame Condé

Mariame Condé ist seit Januar 2022 „Saatgutfamilie“ im Dorf Kofilakoro. Sie erntet die Art Carapa procera (Kobi). Hören wir ihr zu, wie sie ihre Eindrücke in ihrer Muttersprache Konianke schildert, übersetzt von Sékouba Condé, einem der Betreuer unseres Partners GUIDRE:

„Ich heiße Mariame Condé, ich bin eine ‚Samenfamilie‘. Dieses Projekt hat mein Leben verändert. Im Jahr 2022 war ich schwanger und habe mich bemüht, 20.000 Samen auf einmal zu sammeln. Das Projekt hat mir 1.000.000 FG bezahlt, dieses Geld hat mir sehr geholfen. Damals war mein Mann nach Siguiri gereist, einem Bergbaugebiet weit weg von hier, um Gold zu finden, und unsere Ernte war fast aufgebraucht. Mit diesem Geld von Arborise habe ich Essen bezahlt und Kleidung für meinen Sohn gekauft.

Im Jahr 2023 erhielt ich 1.000.000 FG. Ich kaufte zwei Schafe und bekam außerdem eine große Plane, mit der ich meine Kobi-Samen leicht ernten kann. Nach der Erntezeit nutze ich meine Plane immer noch, um mein Reisgetreide zu trocknen und meinen Kindern als Schlafplatz zu dienen.

Im Jahr 2024 erhielt ich 1.000.000 FG von Arborise und habe die Anzahl meiner Schafe erhöht. Ich bin froh über dieses Projekt, denn es ist gekommen, um uns zu helfen und die Armut zu bekämpfen.

Bis heute habe ich 7 Schafe, die meine Ersparnisse für meine Kinder über Jahre hinweg darstellen.

Heute ist unsere Saatguternte zu Ende gegangen, aber ich profitiere nicht nur weiterhin von meinen Schafen, sondern vor allem haben wir Frauen uns zu einer Vereinigung zusammengeschlossen (CGC SABOUGNOUMA DE KOFILAKORO). Jedes Jahr produzieren wir große Mengen an Chilischoten, Okra und Erdnüssen. Dank dieses Mega-Projekts Arborise-Guidre hat sich unser Leben verändert.

Seit meiner Geburt habe ich noch nie ein solches Projekt gesehen, das unseren Männern aus den Landbesitzerfamilien viel Geld einbringt, das uns ebenfalls viel Geld einbringt und uns hilft, in unserem Dorf Wälder anzulegen, das uns hilft, Wasser in unseren Flussarmen zu haben. Herr Condé, Sie wissen selbst, dass der Nebenfluss, den Sie von 2021 bis 2023 ohne Wasser überquert haben, heute das ganze Jahr über Wasser führt. Und warum mir dieses Projekt so gut gefällt und wir es alle schätzen: Dieses Projekt hält stets seine Verpflichtungen und Versprechen uns gegenüber ein. Wir haben immer alles erhalten, was in der Vereinbarung steht, und viele Dinge, die gar nicht in der Vereinbarung stehen, wie zum Beispiel Rollen mit Maschendraht, Planen, Macheten, Pflüge … aber wir haben sie immer pünktlich erhalten.

Mariame Condé

Wie sollten die Einnahmen aufgeteilt werden?

Processus participatif

Eines der Ziele der Genossenschaft und die Hauptaufgabe des Genossenschaftsausschusses besteht darin, eine Formel für die Aufteilung der Kohlenstofferträge zu entwickeln. Es ist sicherlich nicht Aufgabe von arboRise, zu definieren, wie diese Erträge unter den Genossenschaftsmitgliedern aufgeteilt werden sollen. Diese Entscheidung muss von den direkt Betroffenen auf der Grundlage lokaler Traditionen und Bräuche getroffen werden.

Aber wie sollen diese Kriterien aussehen? Und wie sollen sie gewichtet werden? Sollten Anstrengungen und Verdienste berücksichtigt werden, oder sollten die Einnahmen gleichmäßig verteilt werden? Kann das Schicksal herangezogen werden, um bestimmte enttäuschende Ergebnisse zu rechtfertigen? Etc.

Anstatt diese Kriterien abstrakt zu diskutieren, haben wir uns für Serious Games entschieden, die effektiver sind. Konkret haben wir vorgedruckte Planen verwendet, auf denen verschiedene Szenarien dargestellt waren, wie beispielsweise dieses, bei dem das Ziel darin bestand, die Einnahmen entsprechend den Gefahren, denen die Landbesitzer ausgesetzt waren, zu verteilen:

bâche préimprimée

Jedes Mitglied des Genossenschaftskomitees hatte 20 (symbolische) Münzen, die die Kohlenstofferträge des Projekts darstellten, und hatte die Aufgabe, diese auf die 10 auf der Plane dargestellten Situationen zu verteilen und anschließend seine Wahl vor den anderen Mitgliedern zu kommentieren.

Répartition des revenus  répartition - verteilung - sharing     Partager les revenus

Im Laufe des Tages kam schnell ein Konsens über die Grundsätze der Verteilung der Kohlenstofferträge zustande, zum Beispiel:

  • Die Einhaltung der Regeln der Genossenschaft durch jedes Mitglied muss proportional zu dem Aufwand belohnt werden, der zur Einhaltung der einzelnen Regeln erforderlich ist. So müssen beispielsweise bestimmte „kostspielige“ Regeln (Anlegen von Brandschutzstreifen um Grundstücke) besser vergütet werden als einfache Regeln (Anbringen von Absperrband zur Markierung von Grundstücken).
  • Natürlich sollten diejenigen, die sich in erheblichem Maße für das Wachstum von Bäumen auf ihrem Land engagieren, belohnt werden, aber es ist auch notwendig, denjenigen, die „unverdient” sind, ein wenig zu geben, da sie sonst das Projekt verlassen könnten.
  • Es ist notwendig, das Ergebnis (die Dichte und Höhe der Bäume auf dem Grundstück) zu belohnen und nicht den Aufwand, der notwendig war, um dieses Ergebnis zu erzielen.
  • Externe Faktoren (Unfruchtbarkeit des Bodens, Brände usw.) sollten nicht als unvermeidbar angesehen werden: Es liegt in der Verantwortung der Landfamilie, wenn sie ungeeignetes Land ausgewählt hat oder wenn ihr Land von Bränden betroffen ist.

In den folgenden Tagen wiederholten wir dieselbe Übung mit der Plane in den 18 Dörfern, wobei wir täglich zwei Dörfer besuchten, zusammen mit allen Feldfamilien des Dorfes und in Anwesenheit der beiden Mitglieder des Dorfgenossenschaftskomitees. Die Idee dahinter war, den Feldfamilien die Komplexität der Aufgabe des Genossenschaftskomitees zu verdeutlichen, und es ermöglichte allen, laut auszusprechen, was sie dachten: Letztendlich werden diejenigen, die Ergebnisse erzielen, die meisten Kohlenstoff-Einnahmen erhalten. Eine weitere beruhigende Erkenntnis ist, dass es keine wirklichen Unterschiede zwischen den Dörfern gibt: Die Entscheidungen zur Verteilung sind ziemlich einheitlich.

Am Ende der Übung mit der Plane fragten wir jedes Dorf: „Wie viel von Ihren Kohlenstoffeinnahmen wären Sie bereit, freiwillig mit Ihrem Dorf zu teilen?“ Die meisten Teilnehmer gaben an, dass sie bereit wären, etwa 10 % ihrer Kohlenstoffeinnahmen mit ihrer Gemeinde zu teilen. Damit können die Dörfer ihre Infrastruktur (Brunnen, Gemüsegärten, Gesundheitsstationen, Schulen usw.) ausbauen.

exercice des bâches dans les villages

Wir haben mit den betroffenen Familien auch über Opportunitätskosten gesprochen. Durch die Überlassung ihrer Flächen für die Wiederaufforstung verzichten diese Bauern potenziell auf Einkünfte aus ihren Ernten. Deshalb haben wir gemeinsam mit ihnen die Details des Reisanbaus in Hanglagen untersucht, um alle Aspekte zu verstehen (Erträge, Kosten, Anbauzeit, Brachzeiten usw.).

Insgesamt nahmen 186 Personen aus 18 Dörfern, die 72 % aller beteiligten Familien repräsentieren, an diesem Beratungsprozess teil. Für arboRise ist partizipative Wiederaufforstung nicht nur eine leere Phrase. Es ist wichtig, dass jeder mitreden kann, damit alle sich mit dem Projekt identifizieren können.

Unserer Erfahrung nach sind die Führungskräfte einer Organisation oder sozialen Gruppe einer der wichtigsten Treiber für Veränderungen. Unser Prozess zielt auch darauf ab, die Herausbildung neuer Führungskräfte zu fördern, die durch transparente Wahlen in ihren Dörfern und anschließend auf Unterbezirksebene innerhalb der Genossenschaft legitimiert werden. Natürlich sind auch die derzeitigen politischen Führungskräfte (Unterbezirksvorsteher, Bürgermeister von Linko, Dorfvorsteher) in den Prozess eingebunden. Sie begrüßen die Dynamik, die das Projekt in der Region ausgelöst hat. Wir sind überzeugt, dass die Vernetzung der Führungskräfte (alte und neue!) entscheidend sein wird.

Wahlen der Organe der Genossenschaft

élections

Im Dezember 2025 gründeten wir die Genossenschaft der Familien-Grundstücke von Samana, um das Gemeingut der neuen arboRise-Wälder (siehe unseren Bericht hier) gut zu verwalten. Am 1. Februar 2026 fand eine neue Generalversammlung statt, um die Organe der Genossenschaft zu wählen:

Organes de la Coopérative

Im Hinblick auf die Wahl der 18 Mitglieder des Kooperationskomitees hatte jedes Dorf zuvor zwei Vertreter*innen gewählt, einen Mann und eine Frau. Bei der Generalversammlung haben wir ganz einfach einen Hut verwendet, in den 10 Zettel mit der Aufschrift „Frau” und 8 Zettel mit der Aufschrift „Mann” gelegt wurden. Jedes Dorf zog nach dem Zufallsprinzip einen Zettel, und so erhielten wir einen Kooperationsausschuss, der mehrheitlich aus Frauen bestand, die alle in ihrem Dorf anerkannt und somit auf Ebene der Unterpräfektur sichtbar waren.

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In diesem Zusammenhang wird in bestimmten Kreisen gerne Mitleid mit der Lage der afrikanischen Frauen geäußert. Wir hingegen beobachten konkrete Anzeichen ihres Einflusses, die diesem Bild der Schwäche widersprechen. So haben beispielsweise in einem Dorf der Unterpräfektur die Frauen den Dorfvorsteher abgesetzt, der sich weigerte, das Dorf in das Projekt einzubeziehen! Ein weiteres Beispiel: Eine Frau aus dem Dorf Booko leitet die Bruderschaft der Jäger der gesamten Unterpräfektur, eine äußerst mächtige Funktion, die mit bedeutenden traditionellen Befugnissen verbunden ist. Dritter Hinweis: Die Forderung nach einer Mehrheit von Frauen im Genossenschaftskomitee wurde nie angefochten oder auch nur diskutiert. Zum Abschluss dieses Exkurses eine inspirierende Lektüre zu diesem Thema: L’autre langue des femmes (Die andere Sprache der Frauen) von Léonora Miano.

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…Anschließend gingen wir zur Wahl der fünf Mitglieder der Verwaltung über. Die Genossenschaftsmitglieder jedes Dorfes wählten zunächst den Kandidaten ihres Dorfes, dann stimmte der gesamte Saal per Handzeichen für jeden Kandidaten, und die fünf Kandidaten mit den meisten Stimmen wurden gewählt. Wir freuen uns sehr über die Wahl von Herrn Mamady Kourouma aus dem Dorf Farawanidou zum Verwaltungsdirektor und darüber, dass Frau Mariam Sidibé aus Sokourala die Frauen in der Verwaltung der Genossenschaft vertritt.

Les candidats et candidates Les 5 membres de l'administration

Zunächst stellte sich jeder Kandidat und jede Kandidatin der Versammlung vor, anschließend wurden die fünf Mitglieder der Verwaltung demokratisch gewählt.

Am Tag nach der Generalversammlung hatten wir eine Schulung für die fünf Mitglieder der Verwaltung und die 18 Mitglieder des Genossenschaftskomitees sowie deren Stellvertreter organisiert, um sie auf ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten vorzubereiten.

  • Für die Verwaltung ist es einfach: Sie muss das Budget verwalten und die nächste Generalversammlung organisieren (und damit unseren Partner GUIDRE entlasten, der sich bisher darum gekümmert hat).
  • Für den Genossenschaftsausschuss ist es anspruchsvoller: Er muss die VermesserInnen beauftragen, jedes Grundstück zu besichtigen und zu bewerten, und dann auf der Grundlage ihres Berichts einen Verteilungsschlüssel für die Kohlenstofferträge ausarbeiten. Es ist sicherlich nicht Aufgabe von arboRise, die Kriterien für die Aufteilung dieser Einnahmen festzulegen. Diese Entscheidung muss von den direkt Betroffenen getroffen werden, entsprechend den lokalen Traditionen und Gepflogenheiten.

Aber nach welchen Kriterien sollen die Kohlenstofferträge aufgeteilt werden? Das erfahren Sie hier.